Wir freuen uns und sind stolz, dass unsere Blume eines von deutschlandweit  502 Gasthäusern ist, welche mit dem Genussführer-Siegel von Slow Food ausgezeichnet und im Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18 erwähnt werden.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten (Verbrauchern) zusammen. Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Die Slow-Food-Bewegung zählt Anfang 2016 in Deutschland etwa 14.000 Mitglieder in rund 85 Convivien (lokalen Gruppen), weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in über 170 Ländern.

Die Genussführer-Kriterien

Hier erklärt Slow Food die Kriterien zur Aufnahme in den Genussführer


“Es werden ausschließlich Gastronomiebetriebe mit regionaler Küche empfohlen, die den Slow Food-Prinzipien entsprechen. Slow Food Deutschland testet deshalb bundesweit Lokale mit regionaler Küche nach einheitlichen Vorgaben.

Wir distanzieren uns mit dem Slow Food-Genussführer bewusst von herkömmlichen Gourmet-Konzepten. Wir betreiben keine Restaurantkritik im klassischen Sinne, sondern wir verfolgen mit dem Genussführer konkrete Ziele im Sinne der Slow Food-Bewegung. Es geht uns deshalb auch um etwas grundlegend anderes als der traditionellen Restaurantkritik: Mit dem Slow Food-Genussführer hat sich eine neue Form der Restaurantkritik etabliert. Geschmack, Textur und Komposition einzelner Speisen, woran sich herkömmliche Restaurantkritiker ausschließlich abarbeiten, sind nicht mehr allein entscheidend.

Wichtiger ist vielmehr, ob die gesamte Richtung stimmt: gut, sauber, fair, regional, saisonal, frisch, authentisch und preiswert. Damit wird die Restaurant-Kritik jedoch auf ein neues Gleis gesetzt. Es geht bei der Beurteilung von Gasthäusern eben nicht allein um den reinen Gaumenkitzel, wie dies von der traditionellen Restaurantkritik leider noch immer häufig so gesehen wird. Wir versuchen vielmehr, ein ganzheitliches Bild zu zeichnen. Wir wollen die Speise auf dem Tisch in ihrem Kontext sehen, inklusive aller ihrer Beziehungen zu Produzenten, zu kulinarischen Traditionen, zu Verarbeitungstechniken. Wenn sich Restaurantkritik allein darauf beschränkt, Geschmack und Zusammenspiel der Speisen zu beschreiben, dann ist sie aus unserer Sicht wertlos und nicht mehr zeitgemäß. Es geht uns somit um nicht weniger als um die Begründung und Förderung einer neuen Gastronomie.

Diese „neue Kultur des Essens“ verbindet auf innovative Art und Weise den Genuss von Speisen und Getränken

► mit der Sauberkeit und Nachhaltigkeit der Grundstoffe und Herstellungsweisen,

► mit Transparenz in den Beziehungen zwischen Erzeugern, Händlern und Köchen,

► mit dem fairen und schonenden Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt,

► mit dem Wissen um handwerkliche Traditionen in der Küche, auf der Weide und auf dem Acker,

► mit der Erhaltung der traditionellen Rezepturen und der Bewahrung der Artenvielfalt in der Natur,

► mit der innovativen Weiterentwicklung der regionalen Gerichte unter Beibehaltung ihres grundsätzlichen Geschmacksbildes auf der Grundlage einer ganzheitlichen Betrachtungsweise.

Aus all diesen Gründen wollen wir keinen weiteren Restaurantführer im üblichen Sinne verfassen, sondern wünschen uns, dass wir vor allem mit dem Genussführerbuch eine Bewegung anstoßen, die so manchem Wirt und Koch Mut macht, sich auf die Grundsätze einer Küche zu besinnen, die schmeckt, weil sie den Slow Food-Kriterien des „gut, sauber und fair“ folgt.

Mit Hilfe von örtlichen Testgruppen durchforstet Slow Food deshalb die Küchenlandschaft hierzulande und zeigt mit dem Genussführer: Es gibt sie, die gute und saubere Regionalküche! Dabei testen unsere Mitglieder vor Ort strikt ehrenamtlich und ohne Spesenbudget. Nur so bleiben Unparteilichkeit und der kritische Blick auf das Dargebotene garantiert. Die Arbeit der lokalen Testgruppen wird von der Genussführer-Kommission koordiniert. Diese ist der Herausgeber des Slow Food-Genussführers als Buch, der derzeit im oekom Verlag, München bereits in der 3. Ausgabe erschienen und im Buchhandel erhältlich ist.”

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